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Museen
Der Tesoro dei Granduchi in Florenz
Das Museum im Palazzo Pitti bewahrt die Juwelen und Edelsteine der Medici auf
Firenze

Der Tesoro dei Granduchi (Schatz der Großherzöge), der ehemals Museo degli Argenti genannt wurde, befindet sich in den Hallen des Palazzo Pitti in Florenz, die im 17. Jahrhundert anlässlich der Hochzeit zwischen Ferdinando II. de 'Medici und Vittoria della Rovere prächtig mit Fresken bemalt wurden.

Hier können Wertgegenstände unterschiedlicher Natur, wie Edelsteine, Kameen, Pietra dura, Elfenbein und Juwelen bewundert werden, welche die fürstliche Pracht und den Geschmack für Sammlungen der, in der Toskana aufeinandergefolgten, Dynastien, insbesondere den der Medici und der Lothringen, belegen.

Bereits im fünfzehnten Jahrhundert hatte Cosimo il Vecchio eine umfangreiche und eklektische Sammlung von wertvollen Gegenständen begonnen, die dann von seinem Sohn Piero und seinem Enkel Lorenzo il Magnifico fortgesetzt wurde: Tatsächlich zählen die Vasen, die Lorenzo gehörten und in historischer und künstlerischer Hinsicht von einzigartiger Bedeutung sind, zu den wichtigsten Stücken der Sammlung.

Im 16. Jahrhundert, unter Großherzog Cosimo I., nahmen die Familiensammlungen solch eine Wichtigkeit an, dass diese Teil der mediceischen Politik wurden und Florenz zu einem der Qualifiziertesten Zentren Europas in der Herstellung der niederen Künste emporstiegen ließ.
Kristall- und Kameenschnitzer, Graveure, die die Pietra dura verarbeiteten, Gold- und Silberschmiede schufen wunderbare Objekte, die heute im Museum zu bewundern sind.
Prächtig ist die Lapislazuli-Vase, die der Goldschmied Bilivert nach einem Entwurf von Bernardo Buontalenti in Gold gefasst hat, aber auch das Elfenbein, das Fürst Mattias de' Medici im 17. Jahrhundert aus Deutschland mitbrachte und die große Sammlung von Kameen, die Anna Maria Luisa, der letzten Nachfolgerin der Familie, gehörten. Durch ihr Alter und ihre Schönheit zeichnen sich auch die goldenen Teller, die Krüge, die Hörner und die Kelche aus, die Ferdinand III. von Lothringen nach Florenz mitgebracht hat.

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