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Historische Gebäude
Die Villa Medici von Castello und ihr Garten in Florenz
Die großartige Villa ist seit 1966 Sitz der Sprachgesellschaft Accademia della Crusca
Firenze

Die Villa Medici von Castello, auch Villa Reale genannt, in den Hügeln von Florenz, ist einer der ältesten Landsitze der Familie Medici, in deren Besitz sie seit 1477 war. Der Name der Villa geht auf die Castellum genannte Zisterne des antiken römischen Aquädukts zurück, die sich hier befand. Diese Villa war die Lieblingsresidenz von Großherzog Cosimo I., der ab 1537 Tribolo beauftragte, sie aufwändig zu renovieren.
Die großartige Villa ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und seit 1966 Sitz der Sprachgesellschaft Accademia della Crusca, aus diesem Grund kann man sie nur zu besonderen Anlässen besichtigen.
Der einzigartige Garten ist hingegen für Besucher zugänglich. Er wurde im Jahre 1538 auf Wunsch von Cosimo I. gestaltet und ist der Inbegriff eines italienischen Gartens des 16. Jahrhunderts.

Sehenswert sind der Brunnen von Herakles und Antaios der Künstler Tribolo und Pierino da Vinci, die Bronzeskulpturen von Bartolomeo Ammannati, die sich auf der ersten Terrasse befinden, sowie die berühmte Grotta degli Animali, oder „del Diluvio“, die von Tribolo einst mit großartigen Wasserspielen gestaltet wurde. Das Werk ist eine perfekte Simulation einer echten Grotte, in der eine farbig gestaltete Schar von Tieren den durch Cosimo I. hergestellten Frieden im Universum verkörpern.

Im Teil des Gartens, der als „Selvatico“ (wild) bezeichnet wird und mit Eichen, Steineichen und Zypressen bewachsen ist, findet man die große Zisterne, die von Ammannati mit der BronzeskulpturApennin“ oder „Januar“ dekoriert wurde. Faszinierend ist außerdem die Sammlung mit 500 Topfpflanzen, die man auf der zweiten Terrasse bewundern kann. Diese Terrasse wird auch Zitrusgarten genannt, denn hier wachsen die „bizarren“ Zitruspflanzen der Medici, die auf Veredelungen und Experimente zurückgehen, darunter Raritäten wie die duftenden Zitronatzitronen, große Pampelmusen und die „Limone zigrinato“.

Info:  beniculturali.it