Photo ©Matteo Pieroni
Garfagnana und zentrales Serchio-Tal
Eine Landschaft mit langer Geschichte und unberührten Wäldern

Ein verwunschenes Land mit reicher Geschichte zwischen den Apuanischen Alpen und dem toskanisch-emilianischen Apennin, durch das der Serchio fließt: Die Garfagnana, mit dem zentralen Serchio-Tal, ist ein faszinierendes Gebiet mit Kastanienwäldern, kleinen Ortschaften mit langer Geschichte und Landschaften von ganz besonderer Magie.


Hier steht die wilde Natur im Mittelpunkt, mit unberührten Wäldern und Gipfeln, die 2000 Meter übersteigen. Der höchste Berg der Toskana erhebt sich in der Garfagnana, es handelt sich um den Monte Prado in der Nähe von Sillano, mit 2054 Metern, während Giuncugnano auf 885 m ü. d. M. der höchstgelegene Ort ist. Die Natur empfängt den Besucher mit Landschaften, die heute Schutzgebiete sind, wie dem Parco dell´Orecchiella; mit einzigartigen Höhlen wie der Grotta del Vento, und dem Orrido di Botri, einer beeindruckenden Schlucht. Der Wildfluss Lima wiederum ist ein Paradies für Wassersportler.

 
Im Schutz der Berge liegen viele kleinere und größere Ortschaften, die alle einzigartig sind und sich zu einem wundervollen Panorama voller Überraschungen und mit einer außergewöhnlichen Küche vereinen. Zu den wichtigsten Orten gehören Castelnuovo di Garfagnana, mit der berühmten Burg aus dem 11. Jahrhundert, und Barga, die Wahlheimat des Dichters Giovanni Pascolis, das mit seinen Gassen zu den "Borghi più bello d´Italia" gehört.


Einen Besuch lohnen überdies: Coreglia Antelminelli, das wie Barga zu den "Borghi più belli d´Italia" zählt; Fabbriche di Vergemoli und die Einsiedelei von Calomini; Gallicano, Piazza al Serchio, San Romano und die beeindruckende Fortezza delle Verrucole. Es gibt eine Vielzahl kleiner Ortschaften, die sich an die Berghänge klammern und eine unvergleichliche Aussicht bieten, darunter San Pellegrino in Alpe, von wo der Blick vom Cimone bis zum Libro Aperto und dem Monte Giovo schweift. Hier befindet sich auch das Museo Etnografico della Montagna Don Luigi Pellegrini, mit mehr als 4000 Exponaten, das die Bräuche und Tätigkeiten der bäuerlichen Bevölkerung dokumentiert.


Begibt man sich dagegen ins Tal, in Richtung Lucca, kommt man in den nicht weniger bekannten und malerischen Ort Borgo a Mozzano, wo man die wegen ihrer asymmetrischen Bögen berühmte Brücke Ponte della Maddalena (besser als Teufelsbrücke bekannt) bewundern kann. Bagni di Lucca ist dagegen schon seit der Römerzeit eine renommiertes Thermalbad, das auch die romantischen Dichter Shelley und Byron zu schätzen wussten.