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Entdecken Sie die eindrucksvollsten, für die Öffentlichkeit zugänglichen Schlösser der Lunigiana
Sehenswerte Burgen der Region Lunigiana
Lunigiana
by Lunigiana /de/autor/tourismusgebiet-lunigiana/

Die Region Lunigiana gilt als historisches Tor zu Europa entlang der antiken römischen Konsularstraße und der mittelalterlichen Via Francigena, einem wichtigen Zugang zum Mittelmeer. Es handelt sich um eine Region, die die magischen und geheimnisvollen Wälder des Apennins mit den heiligen Gebieten der Statuenmenhire mit Licht erfüllt. Hier ist die Landschaft von den Burgen geprägt, die die Schritte des Besuchers von oben verfolgen. Sie laden ihn dazu ein, das Geheimnis des Grünes zu enthüllen, in das sie eingebettet sind und das in der Pracht der Kastanien- und Eichenwälder erstrahlt, begleiten ihn zu den Türmen, in denen der Mensch seit jeher gelebt hat.

Wer ein Faible für Geschichte hat und wer sich von alten Legenden faszinieren lässt, darf sich einen Besuch der Burgen der Lunigiana nicht entgehen lassen. In diesem Artikel empfehlen wir Ihnen einige davon.

Burg Malaspina von Fosdinovo

Wir beginnen in Fosdinovo, der alten mittelalterlichen Ortschaft, in der sich die Burg Malaspina befindet, das zentrale Bauwerk, um das herum das Dorf lebt: Die Häuser drängen sich aneinander, fast als wollten sie es schützen. Die solide und majestätische Burg prägt die gesamte Ortschaft mit ihrer stattlichen Erscheinung, an der man die verschiedenen Phasen ihres Baus, die im Laufe der Jahrhunderte aufeinanderfolgten, erkennen kann. Hier kann man immer noch antike Möbel, Einrichtungsgegenstände und Fresken in einem ausgezeichneten Erhaltungszustand bewundern. Besonders faszinierend sind das Geisterzimmer mit seinen Legenden und das Zimmer von Dante, in dem der Dichterfürst geschlafen hat.

Fortezza della Brunella (Festung) in Aulla

Die Fortezza della Brunella ist die Festung, die die Siedlung von Aulla überragt und seit Jahrhunderten über den Zusammenfluss der Flüsse Aullella und Magra wacht. Man erreicht sie über die historische Freitreppe vor den Toren der Stadt oder über die bequeme Schotterstraße, die durch den umliegenden Park führt. Vom Hügel aus hat man einen wunderschönen Blick auf den gesamten Apenninkamm und die Apuanischen Alpen.

Das mächtige viereckige Gebäude ist auf einem Felsen mit einer besonderen Farbe gebaut, von der sein Namen abgeleitet ist, und ein typisches Beispiel für eine zu Beginn des 16. Jahrhunderts gebaute Festung, bei deren Planung Schusswaffen berücksichtigt wurden. Hier befinden sich auch der botanische Garten, der in ihrem Park eingerichtet wurde, und das Naturkundemuseum im Gebäudeinneren.

Castello del Piagnaro (Burg) in Pontremoli

In Pontremoli, führt ein stimmungsvoller Spaziergang durch die Altstadt zum Museum der Statuenmenhire, das im Castello del Piagnaro eingerichtet ist. In der Burg sind, als Original oder Kopie, sämtliche Statuenmenhire der Lunigiana versammelt, einzigartige anthropomorphe, sowohl männliche als auch weibliche Skulpturen aus Sandstein, die von den antiken Bevölkerungen errichtet wurden, die das Tal in den beiden Jahrtausenden vor dem Einzug der Römer bewohnten.

Man kann sie über die eindrucksvollen Gassen bis zur Stadtmauer hinauf erreichen, von wo aus man einen schönen Blick über die ganze Ortschaft und das Tal genießen kann, oder aber man fährt mit dem Aufzug von Porta Parma hinauf. 

Die Liste geht weiter

Im Laufe des Jahres werden Sonderöffnungen für die Burg Malaspina in Monti (Licciana Nardi) organisiert, eine wenig bekannte, doch äußerst reizvolle Residenz, während im Sommer oder bei bestimmten Veranstaltungen im Laufe des Jahres auch die Burg von Malgrate (Villafranca in L.na) mit ihrem imposanten Turm, der über der eindrucksvollen mittelalterlichen Ortschaft aufragt, besichtigt werden kann. 

Die Burg von Castiglione del Terziere (Bagnone), die Burg Malaspina in Tresana und die Burg Malaspina von Verrucola (Fivizzano) können ebenfalls nach Reservierung besichtigt werden. 

Doch warum so viele Burgen?

Die Burgen sind ein wichtiges Zeugnis der Vergangenheit der Lunigiana, ein für dieses Gebiet typischer architektonischer Wert, ein Element, das seine Landschaft kennzeichnet. Aber warum gibt es hier so viele Burgen? Der Grund dafür liegt in der jahrhundertelangen Herrschaft der Familie Malaspina, die sich nicht an das Ältestenrecht hielt (nach der der gesamte Nachlass nur dem ältesten Sohn zustand), was zu einer Aufteilung ihres Herrschaftsgebiets in zahlreiche kleine Lehen führte, was der Lunigiana viele Güter bescherte, jedoch auch zu einer starken territorialen Aufteilung und einer Schwächung des Geschlechts führte.