Photo ©crunklygill
Barga
EIN REIZVOLLER MITTELALTERLICHER ORT ZWISCHEN DEM TOSKANISCH-EMILIANISCHEN APENNIN UND DEN APUANISCHEN ALPEN

Barga, das im frühen Mittelalter (6.-8. Jh.) von den Langobarden gegründet wurde, liegt in einer reizvollen Position zwischen den Hügeln des toskanisch-emilianischen Apennin und dem Amphitheater der Apuanischen Alpen. In Barga vereint sich die Schönheit der Berge mit den üppigen Farben der Landschaft, einem milden Klima, reichen Kunstschätzen und der herzlichen Gastfreundschaft der Bewohner.

Über Barga erhebt sich die Burg auf einem Felssporn, eine typische mittelalterliche Festungsanlage mit einem Mauerring und drei Toren: die Porta Reale, die Porta Macchiaia und die Porta di Borgo. Bei einem Spaziergang durch den Ort mit seinen Gassen und kleinen Plätzen, die die Jahrhunderte überdauert haben, kann man die reizvolle Unregelmäßigkeit der alten Gebäude bewundern.

Wenn Sie der Via del Pretorio folgen, öffnen sich rechts und links Gassen und Fahrwege, Ausschnitte von mittelalterlichen Gebäuden und wundervolle Ausblicke, bis Sie den Dom San Cristoforo erreichen, von dem aus man eine wunderschöne Sicht hat.

Beachten Sie das Conservatorio di Santa Elisabetta, das ursprünglich ein im 15. Jahrhundert vom Beato Michele Turignoli gegründetes Klarissinnenkloster war und 1788 von Großherzog Peter Leopold in eine Lehranstalt für Mädchen umgewandelt wurde. Das imposante Gebäude mit rechteckigem Grundriss hat zwei Stockwerke und ist mit einem großen Kreuzgang und Zisternen ausgestattet. Neben dem Konservatorium verlaufen die im 16. Jahrhundert errichteten Mauern der Burg von Barga. In der kleinen Kirche der Klosterschwestern befindet sich eine wunderschöne Altartafel aus der Schule der Della Robbia sowie ein großes Kreuz aus dem Quattrocento und zwei Gemälde aus dem 17. Jahrhundert.

Wenn man die Burg erklimmt, hat man Gelegenheit, den großartigen Dom zu bewundern, den die asymmetrischen Fluchtlinien der Dächer des historischen Ortskerns einrahmen, hinter denen sich die mit Bauernhäusern und kleinen Orten durchsetzten grünen Hügel bis hin zur majestätischen Bergkette der Apuanischen Alpen ausdehnen.

Literaturliebhaber dürfte es interessieren, dass nur vier Kilometer von Barga entfernt der kleine Ort Castelvecchio Pascoli liegt, in dem der Dichter Giovanni Pascoli einige Jahre lebte (das Haus, das er mit seinen Schwestern bewohnte, kann besichtigt werden) und dem er die bekannte Anthologie Canti di Castelvecchio widmete.

Obwohl Barga und das Umland aus einer Reihe von Gründen das ganze Jahr über eine Reise wert sind, lohnt es besonders auch im Sommer einen Besuch, zum Beispiel um einigen der typischen Volksfeste beizuwohnen, die in diesem Zeitraum stattfinden, wie die Festa delle Piazzette oder Fish&Chips. Sie können sicher sein, dass Sie keinen Grund haben werden, sich über die Portionen zu  beschweren (weder was das Essen noch was den Alkohol angeht...).