Buti
EINE REISE IN DIE KUNST, DIE GESCHICHTE UND DIE KULINARIK, UM DIE TOSKANISCHE SEELE ZU ENTDECKEN

Das wahrscheinlich von den Römern gegründete Buti liegt an den östlichen Hängen des Monte Pisano am Ufer des Rio Magno, inmitten von Pinien- und Kastanienwäldern. Zum Gemeindegebiet gehören die Orte Buti, La Croce und Cascine, die eine dem Fluss folgende Straße verbindet. Buti erwartet die Besucher außer mit der bekannten Medici-Villa im Ortskern mit weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Castel Tonini oberhalb des Orts, der romanischen Kirche San Francesco und der Chiesa dell’Ascensione, die auch Santa Maria delle Nevi genannt wird. Letztgenannte Kirche erreicht man, wenn man von Buti aus die „Via dei Molini“ nimmt, die Straße, die zum Monte Serra führt und an der sich einst viele Wassermühlen befanden. Von Interesse ist auch das kleine Teatro Francesco di Bartolo (benannt nach dem ersten Kommentator der Göttliche Komödie), das 1842 nach den architektonischen Regeln der akademischen Theater der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.

Die besondere geographische Lage des Territoriums von Buti inmitten der Monti Pisani hat die Charakteristiken des Orts geprägt, dessen hauptsächliche Aktivitäten in der Vergangenheit die Produktion von Olivenöl, die Kastanienernte und die Holzverarbeitung waren. Im 19. Jahrhundert etablierte sich die Handwerkskunst des Flechtens von Körben und Käfigen, während im 20. Jahrhundert die Möbelherstellung dazukam. Die traditionellen Produkte stehen im Mittelpunkt der Strada dell’Olio dei Monti Pisani, was auch zwei modernen Ölmühlen zu verdanken ist, die von verschiedenen Gemeinden der Provinz genutzt werden.

Zum Leben in der Gemeinde gehören auch einige traditionelle Veranstaltungen, unter denen vor allem der klassische Palio di Sant’Antonio zu nennen ist: Das traditionelle Pferderennen findet im Januar statt und gehört zu den ältesten der Toskana. Darüber hinaus erfreut sich Buti einer bedeutenden Theatersaison. Auch unter naturkundlichen Gesichtspunkten ist der Ort ein lohnendes Ziel, dank des Reichtums der umliegenden Wälder, die zur Entdeckung einladen, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Zu Füßen des Monte Pisano gibt es zudem ein Schutzgebiet für einen außergewöhnlichen Biotop von Pinus laricio, der korsischen Schwarzkiefer, die zu den gröten und majestätischsten wilden Kiefern gehört.