Photo ©Toni Pecoraro
Sestino
WUNDERVOLLE LANDSCHAFTEN IN EINEM GRENZLAND MIT LANGER GESCHICHTE

Sestino ist Grenzland und hat, wie alle Gebiete, in denen sich Kulturen begegnen, Völker, Persönlichkeiten und Bräuche vorbeiziehen gesehen, die es zu dem gemacht haben, das es heute ist. Es wird „die römische Stadt“ genannt, als wäre es mit den zahlreichen Zeugnissen aus jener Epoche die Verkörperung einer Siedlung der Römerzeit, aber die Geschichte von Sestino führt noch weiter zurück, bis zu den Etruskern, den Picenern und den Umbrern.

Allerdings ist zu sagen, dass die Römer, als sie nach Sestino kamen, begannen monumentale Bauwerke zu errichten und eine Stadt aufzubauen.

Heute erzählt das Antiquarium Nazionale von dieser Zeit: In seinen Räumen werden Statuen, Stelen und Fragmente von Dekorationen, aber auch Gebrauchsgegenstände aus der Römerzeit ausgestellt. Erwähnt werden sollen eine Statue der Aphrodite und ein Kopf des Augustus.

Die Kirche San Pancrazio wurde über den Resten einer römischen Curia erbaut, an die eine marmorne Stele von 375 n. Chr. im Kirchenraum erinnert. Von Interesse sind neben der byzantinischen Krypta einige Gemälde und Bildtafeln aus dem 14. bis 18. Jahrhundert.

Auch Naturliebhaber kommen in diesem immer wieder überraschenden Territorium auf ihre Kosten. Hier kann der Wanderer die Zeit vergessen und sich ganz auf die vielfältigen Eindrücke und Gefühle konzentrieren, die diese unberührten Landschaft hervorruft. Unbedingt sehenswert ist der Sasso Simone, ein riesiger Felsblock, der vom Himmel gefallen scheint. Dieser italienische Ayers Rock, der in einem nach ihm benannten Naturreservat liegt, ist 1200 Meter hoch. Man kann ihn auf Wegen erkunden, die unvergessliche Aussichten bieten, denn dort oben, schränkt nichts den Blick ein: Bei klarem Himmel scheint selbst das Meer zum Greifen nah.

Wir sind mitten im Apennin und der Reichtum dieser Gebirgslandschaft wird auch im Parco Faunistico del Ranco Spinoso deutlich, viele Hektar Park mit Graslandschaften und schattigen Wäldern, in denen Damwild, Hirsche und Mufflons leben.

Aber wenn Sie diese Gegend besuchen, sollten Sie nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten aufsuchen, sondern sich auf eine Entdeckungsreise begeben, und auch die entzückenden kleinen Ortschaften wie Monterone nicht vergessen.