Photo ©Aleferrini
Rund um Florenz, die Renaissance-Rundstrecke
Zu Fuß oder mit dem Mountainbike zwischen den Hügeln der toskanischen Hauptstadt
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250 km
Difficoltà
Mittelschwer

Die Renaissance-Rundstrecke ist eine faszinierende Trekking-Route, doch ebenso ein Radwanderweg von rund 250 Kilometern, der in 8 Etappen und 10 Varianten unterschiedlicher Entfernungen (von mindestens 5 bis höchstens 25 Kilometern) unterteilt ist, die die toskanische Hauptstadt umgeben.

Die Route zur Entdeckung der Umgebung von Florenz beginnt und endet normalerweise am Schloss von Calenzano. In Wirklichkeit kann sie, da es sich um eine Rundstrecke handelt, nach Belieben gewählt werden. Die ursprüngliche Strecke, die eindeutig kreisförmig war, wurde durch neue Wege ergänzt, die sie abwechslungsreicher machten. 

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wurden eingeschlossen, darunter Altstädte, Burgen, Pfarrkirchen und verschiedene Landschaften, die vom Flussufer bis zu den Bergen reichen. Die Strecke weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf und führt sowohl über unbefestigte als auch über asphaltierte Straßen. Wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, wird ein Mountainbike empfohlen.


Erste Etappe
Calenzano - Monte Morello - Vaglia
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 - Credit: Stefano Cannas

Entfernung: 19 km
Höhenunterschied: 850 m

Abfahrt und Ankunft am Schloss von Calenzano und der erste Abschnitt der Rundstrecke (im Uhrzeigersinn) ist gleich eine Herausforderung: fast 20 Kilometer bis nach Vaglia mit einer sehr lohnenden Strecke aus naturalistischer und landschaftlicher Sicht mit Blick auf die Stadt Florenz sowie auf das Gebiet Mugello und die Berge des Apennins

Zweite Etappe
Vaglia - Alberaccio - Santa Brigida
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 - Credit: Courtesy of Fiesole Municipality

Entfernung: 16,2 km
Höhenunterschied: 750 m

Von Vaglia aus erreicht man Fiesole teils entlang von Bergrücken mit weiten Ausblicken auf die umliegenden Täler und einem außerordentlichen Blick auf Fiesole und Florenz. Wir kehren nach L'Alberaccio zurück, um in Richtung Pontassieve weiterzufahren, eine Etappe, die vor allem landschaftlich interessant ist und in dem schönen Landstrich, der zum Val di Sieve hin abfällt, fast immer bergab führt, in dem zahlreiche schöne Bauernhäuser inmitten der Weinberge liegen.

Dritte Etappe
Santa Brigida - Pontassieve
Reggello
Reggello 

Entfernung: 15,1 km
Höhenunterschied: 500 m

In diesem östlichen Sektor finden wir die ersten Varianten: von Casabella aus erreichen wir die Rufina und hier gelangen Sie entlang des CAI-Wanderweges bis nach Londa, dem Tor zum Park Foreste Casentinesi, in einer Landschaft, die bereits bergig ist. Pontassieve dient als Abzweigung für weitere Varianten: Sie können in Richtung Pelago fahren und erreichen hier auf einer anspruchsvollen Etappe entlang der Hänge des Pratomagno Reggello. Wir bewegen uns also aus einer Hügellandschaft in ein direkt am Fuße des Berges gelegenes Gebiet.

Vierte Etappe
Pontassieve - Montecucco - San Donato in Collina
Default
 

Entfernung: 12,7 km
Höhenunterschied: 700 m

In Richtung Montecucco verläuft die Strecke auf alten kleinen Straßen mit Panoramablick, unter anderem auf die Mulde des Valdarno. Wie bei den anderen Etappen wird das naturalistische auch hier auf außerordentliche Weise mit dem historischen und künstlerischen Interesse kombiniert. 

Auf der „Kreisstrecke“ der Rundtour stößt man auf der Höhe von Montecucco auf zwei Abzweigungen, eine nach rechts in Richtung Bagno a Ripoli mit Ankunft am eindrucksvollen Spedale del Bigallo, die andere links in Richtung Rignano sull'Arno.

Wenn Sie sich stattdessen zum Weiterfahren entscheiden, ist in San Donato in Collina eine neue Variante möglich: Sie können über den Bergrücken hinab die vereinigte Gemeinde von Figline Incisa Valdarno erreichen. Sie überqueren den Poggio di Firenze, Montelepri und Poggio Tondo: eine anspruchsvolle Etappe.

Fünfte Etappe
San Donato in Collina - Impruneta
Impruneta
Impruneta 

Entfernung: 18,3 km
Höhenunterschied: 700 m

Wieder von der ersten Abzweigung aus geht es weiter zum südlichsten Teil der Rundstrecke, die nach Impruneta führt. Es geht durch Olivenhaine und Weinberge, die den Auftakt zu den sanften Landschaften des Chianti bilden.  

Sechste Etappe
Impruneta - La Certosa
Piazzale Michelangelo
Piazzale Michelangelo 

Entfernung: 7 km
Höhenunterschied: 100 m

Von Impruneta nach La Certosa führt ein leichter Spaziergang immer bergab, der grandiose Ausblicke sowohl auf die Stadt als auch auf den Monumentalkomplex der Certosa eröffnet.

Von hier aus kann man bereits Florenz und insbesondere den Piazzale Michelangelo erreichen, den berühmten „Balkon“ mit Blick auf die Stadt und ihren Fluss.

Siebte Etappe
La Certosa - Pian dei Cerri - Signa
Der Parco delle Cascine in Florenz
Der Parco delle Cascine in Florenz 

Entfernung: 21,6 km
Höhenunterschied: 775 m

Bleibt man dagegen in den Hügeln inmitten von Landschaften von großer Schönheit, in denen sich Villen und Bauernhäusern abwechseln, geht es in Richtung des westlichen Sektors der Route.

Die Strecke führt durch die typischen Pinienwälder der florentinischen Hügel über dem Chianti-Gebiet, durchquert Pian dei Cerri, den hügeligsten Teil der Gemeinde von Scandicci  bis nach Lastra a Signa über einen Weg, der sich durch die Wälder der Roveta schlängelt, unterbrochen von den Olivenhainen auf dem Land mit Blick auf den Arno.

Wir überqueren den Arno und gelangen nach Signa, wo es eine neue Variante gibt, eine flache Strecke, die dem Verlauf des Arnos folgt (sie wird Teil der Arno-Radroute sein) und vom Parco dei Renai zum Parco delle Cascine im Zentrum von Florenz führt.

Achte Etappe
Signa - Campi Bisenzio - Calenzano
Der Parco dei Renai
Der Parco dei Renai 

Entfernung: 15,5 km
Höhenunterschied: 200 m

Wenn Sie dagegen „den Kreis schließen“ möchten, gibt es noch ein letztes Stück zu bewältigen: entlang des Parco dei Renai mit seinen Gewässern geht es in Richtung Campi Bisenzio. Diese Strecke in der sogenannten Florentiner Ebene, die dem Sumpf mühsam durch Landgewinnung abgerungen wurde, ist stark vom Menschen geprägt, birgt aber einige unerwartete Überraschungen. 

Bis nach Campi Bisenzio sind die Spuren der Vergangenheit noch lesbar und verleihen dem Gebiet einen besonderen Charme, den man nur von den Ufern des Flusses Bisenzio aus wiederentdecken kann. Der letzte Abschnitt dieser langen Strecke, der uns zurück nach Calenzano führt, verläuft überraschenderweise entlang von Industriegebieten, der Autobahn und stark befahrenen Provinzstraßen.